Blick in den Reiseteil: Frankfurter Allgemeine Zeitung (09.12.2010)

Donnerstag, 9. Dezember 2010


Die Überschrift im heutigen Reiseblatt der FAZ könnte lauten: Vom Flughafen zum normalen Hafen. Von Braunwald nach Minsk.


"Die Sehnsucht nach dem humanen Lufttransport" ist groß. Die Unsicherheit leider auch. Brigitte Scherer fasst die aktuelle Situation des Fliegens zusammen. Sie schreibt über Biosprit, Umweltschutz, Interessenskonflikte und Zukunft, über neue Passagiere aus den Schwellenländern und über die vermeintliche Beinfreiheit über den Wolken.


Mit "Maßarbeit im Hafenbecken" geht es auf der zweiten Seite weiter. Die Stadt Rotterdam ist touristisch gesehen im Kommen. Kreuzfahrten starten wieder vom weltberühmten Handelshafen. Volker Mehnert war vor Ort und erzählt von einer beeindruckenden Hafenkulisse und warum die gebuchte Kreuzfahrt schon im "quirligen, betriebsamen Rhein-Maas-Delta beginnt". www.rotterdam.info


Im "Wegweiser" bleiben wir beim Thema und machen eine Fluss-Kreuzfahrt durch Holland und Flandern. Mit der "River Cloud II" geht es im Frühjahr auf Reisen, wobei Interessierte geführte Radtouren ins Inland hinzubuchen können. Gent, Antwerpen oder Amsterdam... danach geht es wieder zurück an Bord. (Flusskreuzfahrt "Lebendige Metropolen", 8 Tage ab € 1705,- p.P., zzgl. Radtouren, z.B. über Thomas Cook). Der Kölner Reiseveranstalter Djoser Reisen lädt ein zu einer "Segelsafari" im ostafrikanischen Mosambik. Und wieder zurück auf europäischen Flüssen bietet A-Rosa "kulinarische Flusskreuzfahrten" auf der Donau, Mosel, Rhône und auf der Saône an. Die "Route Gourmet" begleitet von dem Chefkoch Tobias Rüdiger und Chefpatissier Oliver Edelmann.


Auf der Suche nach vergangenem Pomp und Glanz ist Claudia Diener. In "Der Märchenonkel wohnt im Grandhotel" besucht Sie den schweizer Ferienort Braunwald in 1256m Höhe, im Kanton Glarus. Wir erfahren, dass dieser Ort mit 9 Meter Schneefall pro Winter "zu den drei schneereichsten bewohnten Dörfern der Welt gehört". Braunwald hat zu dem eine Standseilbahn, einen rutschigen Boden, eine "rote Zone", eine Geschichte und viele Kinder. Ach ja, ein Märchenhotel ist auch noch übrig geblieben!


Die FAZ macht "Station" in der Villa Necchi Campiglio in Mailand. Gabriele Detterer besucht die ehemals private Stadtvilla in der Via Mozart 14, die nun ein Museum ist. Vorgestellt wird auch der Fotoband "Los Angeles - Photographs 2003-9" (Ohne Verlag) von Judith Ammann.


Interessante Bücher gibt es auch: "Mount St. Elias" (Tyrolia Verlag), über die längste Skiabfahrt der Welt. Eine wahre Geschichte des Skifahrers Axel Naglich. Aufgezeichnet von Joachim Rienhardt. Empfehlenswert laut FAZ auch der kleine Reiseführer "Geschichte Siziliens - Von der Antike bis heute" von Thomas Dittelbach (Verlag C.H.Beck). Deutschland aus der Vogelperspektive in "Über Deutschland: Eine Liebeserkläurng in Bildern und Texten" von Gerhard Launer (Knesebeck Verlag) und in "Ohne Rhein kein Dom" erfahren wir in 33 "ungewöhlichen Gesprächen" einiges aus dem Kölner Leben... von Bernd Imgrund (Emons Verlag).


Stefan Locke fliegt nach Minsk in Weißrussland. Das Land liegt übrigens zwischen Polen und Russland. Schlagzeilen macht Weißrussland weniger... und wenn, dann eher negative, meint der Autor. Er besucht die Hauptstadt Minsk und sein erster Eindruck von der Stadt fällt dementsprechend nüchtern aus: Viel architektonisches Sowjeterbe, viel auf Kyrilisch und viel Platz. (Pauschalangebote gibt es bei DERTOUR)


Unter "Träume süß, Kleines" stellt uns Freddy Langer die schweizer Fotografin Corinne L. Rusch vor. Ihre "unheimlichen Bildideen" werden zur Zeit im österreichischen Innsbruck ausgestellt. "Corinne L. Rusch: I am Scared, but it is Wonderful", noch bis 15. Januar. www.btv-fokus.at


(Fredy Weber)



Blick in den Reiseteil: Neue Zürcher Zeitung (03.12.2010)

Freitag, 3. Dezember 2010

Die Überschrift im heutigen Reiseteil der NZZ könnte lauten: Ja, die Skisaison beginnt im Dezember!


Im Reiseteil der NZZ steht alles im Zeichen des Berges. Neuschnee, neue Skiopenings und neue Bergsteigerinnen. Der erste Artikel befasst sich mit bergsteigenden Frauen, deren Präsenz heutzutage anerkannt und alltäglich ist. "In den Fussstapfen der Männer" schreibt Karin Steinbach Tarnutzer über einen "gekünstelten Hype" um die 14 Achttausender und über Bergsteigerinnen, die auf dem International Mountain Summit in Brixen "ihr Rollenverständnis im männlich geprägten Alpinismus diskutierten".


Weiter geht's in "Abheben im Privatjet" mit einem Tipp für Geschäftsreisende. Beat Baumbacher erklärt warum Geschäftsreisen im Privatflugzeug sogar günstiger sein können als Linienflüge... natürlich auch flexibler. Er erklärt auch wie das geht, welche Ziele interessant sind und warum Privatjets in Europa immer noch das Image eines Luxusspielzeugs haben.


Zurück zu den Bergen, "Hin zu Design, Komfort und Kulinarik". Christian Schreiber nimmt schweizer Jugendherbergen in 6 Skigebieten unter die Lupe und findet das Niveau der Häuser "teilweise so hoch, dass sie weltweit zur Spitze gehören". Der Autor war in Davos, Grindelwald, Schuls, St. Moritz, Valbella und Zermatt. www.youthhostel.ch  (Pauschal auf die schweizer Berge)


Auf Seite 35 treffen wir den früheren Direktor des Fünfsterne Hauses "Arlberg Hospiz Hotel", Adolf Werner auf ein Wort. Karin Huber erzählt uns etwas vom Kabarett in den Bergen und warum ein "Humorfestival" im Skiort Arosa für volle Betten in der Vorsaison sorgt. Ein kurzer historischer Abriss zum Thema Ski in der Vorsaison. Ursula Wiegand erklärt warum man in Grindelwald mit "Tempo 30" auf den Skipisten unterwegs ist. Entschleunigung ist angesagt! Eine Art slow-skiing...


Abschließend geht es allgemein um die Vorsaison beim Skizirkus in den Alpen. Robin Schwarzenbach hat sich umgesehen und stellt fest, dass sich Angebote im Laufe der Jahrzehnte stark verändert haben. Die "weissen Wochen" sind passé, das Geschäft floriert trotzdem. Den Grund dafür sieht Schwarzenbach im Marketing und meint "die beste Werbung für jeden Skiort sei immer noch der Schnee". (Pauschal in die Ski-Vorsaison)


(Fredy Weber)



Blick in den Reiseteil: Süddeutsche Zeitung (02.12.2010)

Donnerstag, 2. Dezember 2010


Die Überschrift im heutigen Reiseteil der Süddeutschen Zeitung könnte
lauten: Bunt gemischt! Einmal Asien, zweimal Karibik, einmal Kenia und zu guter Letzt auf einen fröhlichen Friedhof.


Die Süddeutsche Zeitung fängt ihren Reiseteil mit einem "Ritt auf dem Drachen" an. Guten Morgen, Vietnam! Jochen Temsch fährt mit Dschunke und Fahrrad an Orte, die es vielleicht "bald nicht mehr geben wird". Eine persönliche Sichtweise über ein aufstrebendes Land in Südostasien, über traumhaft schöne Inseln im Nordosten des Landes, über die Bai-Tu-Long-Bucht und über einen alten Kampf zwischen Individualtourismus (Soll man geheime Reisetipps an die Öffentlichkeit bringen) und Massentourismus (Wir interessieren und zunächst überhaupt nicht um eure Geheimtipps!). Radtouren nach Vietnam organisiert www.inselhuepfen.de


Auf der zweiten Seite stellt Stefan Fischer einen interessanten Bildband über die Karibik vor. Der New Yorker Fotograf Alex Webb "macht sich auf die Suche nach der Identität einer äußerst vielfältigen Region" schreibt der Rezensent. Das Werk heisst "Karibik" (Alex Webb & Karl Spurzem), ist im Mare Verlag erschienen und zeigt eine buntfarbliche Inselwelt sammt Mühen und Vergnügen des Alltags.


Wir bleiben in dieser Region. Andrea Tapper fliegt in die Karibik und landet in Alfred's Ocean Palace, "einer wellblechbude mit wackeligen Holztischen und buntbemalten Stühlen.... aus den Lautsprechern scheppert Reggae!" Und wo sind wir? Richtig, auf der Karibikinsel Jamaika. Die Autorin sucht sehnsüchtig das alte Jamaika... "Rick's Café", die Rastas am Hippie-Strand von Negril und das rebellische eines Bob Marley. Ihr Fazit: "Der Zauber der Insel, er lebe noch - zumindest auf hohem Niveau". Eine etwas melancholisch-sehnsüchtige Suche nach der Vergangenheit... (Auf hohem Niveau nach Jamaika)


Weiter geht's "mit Vollgas durch die Fußgängerzone" von St. Moritz. Titus Arnu besucht das St. Moritz City Race bei dem Hobby-Ski-Rennfahrer und Weltklassesportler ihr Können auf einer Skipiste mitten im Ort zeigen. Noch ein verrücktes Skiopening... was sich die Skiorte so alles einfallen lassen! (Pauschal nach St. Moritz)


Dominik Prantl war wieder unterwegs. In der heutigen Rubrik "Reisebegleiter" nimmt Prantl seinen "vogelvererückten Papa" mit auf die Reise. Es geht nach Kenia im östlichen Afrika. Eine familiär-unterhaltsame Geschichte über reife Männer die man "Mzee" nennt, verschiedene Vogelarten, Zelten am Regenwaldrand und ums Feilschen bei den Massai. (Rundreisen nach Kenia)


Eine ungewöhnliche Beziehung zum Tod haben Menschen im rumänischen Maramures. Hier im Land von Holzkirchen und Schafshirten, im Norden Rumäniens, gibt es einen sog. "fröhlichen Friedhof", den "Cimitirul Vesel". "Hier gedenkt man seinen Verstorbenen mit Spottversen, die der Tischler Joan Stan Patras zwischen 1932 und 1977 in mannshohe Kreuzen aus Eichenholz schnitzte". Der "Cimitirul Vesel ist der einzige Friedhof, der dem Tod mit vollem Ernst ins Gesicht lacht", meint Ariane Verena Breyer, die vor Ort in Săpânța war.


(Fredy Weber)