Shanghai - Ein kurzer Einblick
Es ist bestimmt nicht einfach eine Stadt mit etwa 18 Millionen Menschen zu organisieren. Die Stadt den Menschen selbst zu überlassen wäre fahrlässig.
Genau diesen Eindruck hatte ich an jenem Morgen, als ich zur Rush Hour an einer riesigen Kreuzung im Stadtteil Pudong stand. Etwa 12 Verkehrspolizisten kontrollierten die Kreuzung, an der jeweils 4 Spuren in alle Himmelsrichtungen führten... und das trotz moderner Ampelanlagen.Die Chinesen halten sich einfach nicht an die Abbiegeregeln... das ist Tatsache.
Diese eine Regel befolgen Sie nicht, d.h. die abbiegenden Autos fahren dem Gegenverkehr einfach frontal in den Weg. Da wird gehupt und gedrängelt und das alles ohne nur die kleinste Regung der Autofahrer. Zur Rush Hour würde dieser Fahrstil den gesamten Verkehr zusammenbrechen lassen und genau deshalb gibt es die 12 Verkehrspolizisten an einer riesigen Kreuzung an einem sehr versmogten Morgen in Shanghai! Wir könnten das Phänomen nun wissenschaftlich untersuchen... machen wir aber nicht. Willkommen in Shanghai!
Verkehrsmittel.
Alle Verkehrsmittel in Shanghai sind in einem sehr modernen Zustand. Taxi und Busse sind für Touristen und Fremde ohne Sprachkenntnisse etwas umständlich. Busse noch mehr als Taxis. Beim Taxi immer auf die Lizenznummer (auf der Beifahrerseite) achten, Preis fängt bei ca. 12 RMB (Basispreis, ca. 3 Km) an. U-Bahnen sind das beste Fortbewegungsmittel in Shanghai. ca. 4 RMB (etwa 0,45 Euro, Stand: 12.2008) pro Kurzstrecke. Auch die Rickschas in den Vororten sind OK. Zugfahren ist sehr angenehm, vorausgesetzt man nimmt den D-Zug. Den Maglev Train (Transrapid) sollte man schon zum Flughafen nehmen... als Deutscher ein Muß.
Essen. Shanghai bietet eine unglaubliche Auswahl an regionaler und internationaler Küche an. Wer kein chinesisch spricht erhält automatisch ein "Picture-Menue", also ein Bildermenü. Hier einfach einige Speisen bestellen, in die Mitte stellen (wichtig) und mit Stäbchen essen. Hier wird nicht alleine gegessen, sondern zusammen! Sollte man bei uns auch öfters machen... macht Spass. Die Portionen sind manchmal größer als auf dem Bild... manchmal aber auch kleiner. Für Genießer ist die Ecke am People's Square interessant und natürlich die French Concession. Gute Internationale Küche findet man zunehmend in Pudong. Wer sich in den Märkten verirrt (alles in Richtung Süden vom People's Square) kann ruhig auch in den kleinen Garstuben essen... Suppen, Gemüse, Tofu oder die beliebten Dumplings.
Einige Tipps. Sehr wichtig ist das Einhalten bestimmter Regeln. Egal wo... Respekt vor Menschen und Kultur ist auch in China angebracht. Vor allem als Geschäftspartner sollte man manche unbeschriebenen Verhaltensregeln kennen, so z.B. dem Geschäftspartner keine unangenehmen privaten Fragen stellen oder ihn gar in ein politisch-kritisches Gespräch einspannen. Das ist in China weniger üblich. Auch beim Geschäftsessen ist der Gastgeber die wichtigste Person. Er entscheidet wann mit dem Essen begonnen wird und wann getrunken werden kann (der Gastgeber steht desöfteren auf und prostet den Gästen am Tisch zu, dann wird gemeinsam getrunken). Die Suppe kommt meistens zum Schluss und bitte kein extra Reis bestellen. Je nobler das Restaurant, um so weniger Reis wird aufgetischt... je nach regionaler Küche kommt manchmal auch Reis zum Schluss. Wenn doch Reis als Beilage bestellt wird, gilt das als unhöflich (Reis wird eher als Sattmacher angesehen und bei Geschäftsessen möchte mann einfach das Beste des Hauses anbieten... Reis gibt es dann wieder am Wochentag!). Mag man bestimmte Sachen nicht, z. B. Hühnerfüße oder Innereien, muss man das nicht essen... meistens bestellt der Gastgeber die Speisen und alles wird in die Mitte gestellt... so kann jeder das essen was ihm schmeckt.
Sehenswürdigkeiten. Zu sehen gibt es in Shanghai vieles... auch vieles was es woanders auf der Welt schon gibt. Die Türme sind mit ihren Aussichtsplattformen (Observation Desk) eine Reise wert. So auch die Museen und vor allem die zahlreichen kleinen Märkte. Außerhalb von Shanghai würde ich ein Tagesausflug (oder mit Übernachtung) nach Hangzhou, ca. 200 km südlich von Shanghai empfehlen. Es ist einfach mit dem Zug vom sehr eindrucksvollen neuen Südbahnhof in Shanghai nach Hangzhou (Zhejiang) zu kommen. Wohnt man im Hotel, soll die Rezeption schon Tage zuvor ein Zugticket bestellen. In Hangzhou gibt es den sog. Westlake (Westsee, davon gibt es in China einige, aber dieser ist sehr schön). Hier kann man zahlreiche Tempeln und Gärten bewundern und den kompletten See ablaufen. Dieser See wurde im 8. Jahrhundert, während der Tang-Dynastie künstlich geschaffen.
Einkaufen. Günstig in Shanghai sind die maßgeschneiderte Hemden, Anzüge, Mäntel usw. Es gibt verschiedene sog. Tailor-Malls. Meistens befinden sich gleich dutzende Schneider (Tailor) in einer Mall. Hier einfach nach Geschmack auswählen, anprobieren, Maß nehmen lassen und nach 4-5 Tage wieder vorbei kommen. Ich fand den Mall in der LujiaBang Rd, Nr. 399 sehr gut. (Gleich nach der Nanpu Bridge von Pudong nach Puxi, auf Puxi Seite). Ansonsten gibt es die sog. Fakemarkets, die wie der Name schon sagt viel Fake-Marken anbieten. In Pudong und in Puxi zu Hauft vorhanden.
Die vollständige Geschichte können Sie auf Reisebasar.de unter folgendem Link weiterlesen:www.reisebasar.de/Reisemagazin
