Blick in den Reiseteil: Über Döner in Peking und komplizierte Toiletten in Luxor

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Die Zeit | 01.12.2011


Die Überschrift im heutigen Reiseteil der Zeit könnte lauten: Der "Deutsche Döner" in Peking?
-

"Über den weiten Dünen von El Jable, zu Deutsch schlicht >der Sand<, schwebt eine leuchtende Fauna aus Spinnakernylon am Himmel: allerlei Tiere, Zwerge, Teletubbies. Dazu fantastische farbige Dinger in merkwürdigen Formen: Räder, Würfel, Sterne, Matratzenartiges".  Wolfgang Gehrmann besucht das vier Tage dauernde und jährliche Festival "Internacional de Cometas", das Internationale Drachenfest auf Fuerteventura. Nächstes Jahr findet das 25. Festival statt...voraussichtlich vom 08. bis 11. November 2012. Drachen bauen und ab die Post! www.tourspain.es


Die Realität kann man auf Google Earth bewundern... der Maler Heinz Vielkind dagegen malt Panoramabilder von Skigebieten - "und biegt sich dabei manchen Horizont kunstvoll zurecht." Panoramazeichner sind angesagt, denn Computer können diese Arbeit nicht ersetzen meint der Maler. Anne Lemhöfer hat Ihn interviewt.


Im heutigen Lesezeichen werden zwei Bücher vorgestellt: Zum einen "Dichterhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz" von Bodo Plachta (Ph. Reclam jun. Verlag, 2011). Der Autor "erstellt  eine literarische Wanderkarte, fleißig und umsichtig zusammengetragen, die verdeutlicht, wie Lebensplätze das Sein prägen.." meint der Rezensionist. Der zweite Band wird als "Tourbuch" vorgestellt, in dem "Momentaufnahmen, Lebensgeschichten und historische Schlaglichter einander zwanglos abwechseln". "Hundert Tage Amerika - Begegnungen zwischen Neufundland und Key West" von Zora del Buono (mareverlag 2011). Im Blickfang hat die Zeit heute den Glanz der Gotik entlang des Rheins. Von "Chur bis zur Laurenskerk in Rotterdam säumt eine strahlende Kette der schönsten Dome und Münster die Ufer des
Rheins". Der Kunsthistoriker Jürgen Kaiser hat sie bereist, begleitet vom Kunstfotografen Florian Monhaeim. Entstanden ist so "eine Schatskiste von einem Buch": "Gotik im Rheinland" (Greven Verlag, 2011)


"In China gilt Kebab als urdeutsche Spezialität" behauptet Susann Sitzler. Zumindest in Peking, denn hier macht sich die Autorin auf den Weg nach dem besten Döner. Zwischen "undefinierbar gebackene Bällchen, meterlange Nudeln und gerösteten Skorpionen" findet sie den
"geschichteten Fleischklops... schmeckt eindeutig wie ein Döner" meinte sie... sogar "Mit Scharf". Leider wird im Laufe des Textes klar, dass auch die Chinesen den Döner nicht für deutsches Essen halten. Denn wer geht schon mit einem Schlid: "Where is Turkish Barbecue"? auf die Suche nach deutschem Essen?...in Peking. Da kann ich nur sagen: "Oh, du schöner deutscher Döner".... bleib ruhig in B.K. (Berlin-Kreuzberg), da schmeckst du schöner!!


Kurz über den Pazifik und schon groovt die Wüste! Dörthe Nath ist in Hicksville, Kalifornien gelandet... ein Wohnwagenpark als "Spielplatz für Künstler und Individualisten am Rande des Joshua-Tree-Nationalparks". Hier kann man Songs abmischen, auf Dosen schießen oder Aliens belauschen, meint die Autorin. Wilkommen in der wundersamen Kolonie des Lebenskünstlers Morgan Hickby Night. Er hat diese Mischung aus  Camp & Club 2010 errichtet... "als Aufnahmestudio für Bands, Schnittraum für Filmemacher und Rückzugsort für jedwede kreative Tätigkeit".  ...gefällt mir! Ein Wohnwagen kostet ab 56 Euro /Nacht, Man kann auch den gesamten Park mieten. www.hicksville.com


Zum Abschluss noch einen Besuch auf dem neuen Weihnachtsmarkt "Funkelstadt" in Dresden. Ohne christliches Beiwerk und mit viel regionalem Handwerk... auf einer Wiese wie ein Messegelände aufgebaut... eine neue Form von Weihnachtsmarkt?... Cosima Schmitt hat ihn besucht und meint: "Weißer als in Dresden geht es nicht, besinnlicher womöglich schon" www.1000funkel.de

--


Den gesamten Reiseteil finden Sie unter Reisebasar.de: Blick in den Reiseteil: Über Döner in Peking und komplizierte Toiletten in Luxor (04.12.2011)


Blick in den Reiseteil: Von Nahost bis Fernost und die Erzählungen des Meeres

Donnerstag, 22. Dezember 2011



Süddeutsche Zeitung | 21.04.2011

Sport und Entspannung in Bergeshöhen...
so könnte der heutige Reiseteil der SZ überschrieben sein.

-

Den Anfang macht Antje Weber. Sie berichtet über “El Mundialito”, die “Kleine Weltmeisterschaft”. Ein Fußballturnier der Otavalo in den Anden von Ecuador. Die Indianer sind als Textilhändler und Panflötisten über die ganze Welt verstreut, doch einmal im Jahr kehren sie heim zum “Pawkar Raymi”-Fest in ihrem kleinen Dorf Peguche. Ausgewanderte und Daheimgebliebene messen dann ihre Kräfte im gemeinsamen Lieblingssport. An diesem Beispiel zeigt die Autorin die erstaunliche Fähigkeit der Otavalos Altes mit Neuem zu verbinden und so ihre verstreute Gemeinschaft am Leben zu erhalten.

Anne Alichmann berichtet zwar auch über eine sportliche Leistung in Bergeshöhen, aber einer von gänzlich anderer Art. Ihr Artikel handelt von “Otti” dem inzwischen enttarnten “Phantom vom Breitenstein”. Da steigt also seit zehn Jahren jeden Tag ein Mann auf den 1622 Meter hohen Berg im Mangfallgebirge an der deutsch-österreichischen Grenze, am Wochenende sogar dreimal, und hinterlässt jedes Mal eine Notiz im Gipfelbuch. Wolfgang Schönauer heißt er und 40 Minuten braucht er für einen Weg. Eine respektable Leistung, aber muss man darüber in einer überregionalen Zeitung berichten? Ich hab ein bisschen gegähnt beim Lesen. Trotzdem muss der Breitenstein etwas Besonderes haben, wenn ein Mann danach
süchtig werden kann, ihn zu besteigen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann auf der
Kesselalm in1285 Metern Höhe übernachten. Schließlich rennt nicht jeder so einen Berg in anderthalb Stunden hoch und runter.

In den weitgehend verwaisten Gängen und Hallen des früheren Hotels Intercontinental auf dem jerusalemer Ölberg hat sich Kolja Reichert umgesehen. Durch die sieben Bögen der großen Glasfront erblickt man “das beste Panorama der Stadt”, 7Arches heißt das Haus darum heute. Doch der Name ist das einzige, was sich geändert hat seit den 60er Jahren, als hier 1964 die PLO gegründet wurde, drei Jahre bevor das Hotel im Besitz des jordanischen Königshauses unter israelische Verwaltung geriet. Es gibt keine Wellness-Bäder, kein W-LAN und nur wenige Gäste. Niemand fühlt sich so recht verantwortlich und so ist das 7Arches in einem Schwebezustand hängengeblieben. Erstaunlich, dass es trotz der fehlenden Investitionen noch nicht abgestürzt ist. Es ist “ein Schwellenort steckengeblieben zwischen Ost und West, Vergangenheit und Gegenwart”. Die im Artikel erzeugte Atmosphäre macht Lust diesen Ort, den die Geschichte zwischen alle Stühle gesetzt hat, zu esuchen. Ein Doppelzimmer gibt es ab 87 Euro pro Nacht.

Unter der Rubrik Reisebuch stellt strong>Stefan Fischer heute “Fontane-Land” vor. Einen Aquarell-Band von Hans-Jürgen Gaudeck, der mit den detaillierten Beschreibungen Theodor Fontanes in “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” spazieren geht, ohne dem großen Schriftsteller stur in dessen Fußstapfen zu folgen. Erhältlich für 19,90 Euro.

Anne Alichmann präsentiert uns Mit 80.000 Fragen um die Welt eine Sammlung der Reiseerlebnisse von Dennis Gastmann, die er machte während er für das gleichnamige Format des NDR-Auslandsmagazins “Weltbilder” in alle Herren Länder reiste - im Gepäck die zuweilen naiven, skurillen, wohl auch nicht immer ganz ernst gemeinten Fragen der Zuschauer. Erhältlich für 16,95 Euro

Den Abschluss macht eine Sonderseite über Südtirol. Johanna Pfund erzählt von den Einrichtungen eines Familienhotels im Grödner Tal, das nicht nur Groß und Klein die Möglichkeit bietet, gemeinsam Spass zu
haben, sondern den Eltern und Kindern auch eine gewisse Pause von einander gönnt. Die im Hotel angestellten Erzieherinnen orientieren sich
dabei an einem Farbsystem, das ein wenig an einen Ziegenstall erinnert: “Bändchen in verschiedenen Farben signalisieren dem Personal, ob das
Kind Allergien hat, oder ob es spezielle Nahrung braucht.” Na ja, solange es funktioniert.


Werner Schmidt hingegen erzählt die Geschichte eines familiengeführten Hotels im Dorf
Tirol. “Es gibt sie landauf und landab, die feinen und gepflegten Häuser, in denen die Besitzer, oft in der zweiten und dritten
Generation, das Regiment führen und tunlichst darauf achten, dass es den Gästen an nichts gebricht.” Das Haus seiner Wahl ist der
Golserhof, der sich innerhalb der letzten 70 Jahre von einem Bauernhof mit “einer sehr kargen Gästeunterkunft über eine Pension zu einem vortrefflichen Hotel gemausert hat”, vier Sterne, Hallenbad, Fitness- und Wellnessbereich und ein beheizter Außenpool inklusive.
---


Den gesamten Reiseteil finden Sie unter Reisebasar.de: Blick in den Reiseteil: Von Nahost bis Fernost und die Erzählungen des Meeres (24.04.2011)


Blick in den Reiseteil: Buntschillernde Metropolen & Reisen im Zeitalter des Internets

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Frankfurter Allgemeine Zeitung | 14.04.2011


Die Überschrift im heutigen Reiseblatt der FAZ könnte lauten: Von schäbiger Schönheit bis zu diktatorischem Design...

-


Zunächst schickt sich Jakob Strobel y Serra an, die tragisch-magische
Schönheit Salvadors zu erkunden, der bröckelnden Hauptstadt des
brasillianischen Bundesstaates Bahia. Er führt den Leser durch Schloss
und Dorf und Gärten, die “fast ertrinken in Hyazinthen”,und blickt immer
wieder aus der boomenden Gegenwart zurück auf die halb vergessene, halb
verdrängte Vergangenheit der kommenden Weltmacht und erkennt “
Das moralische Theater des menschlichen Lebens


Stefanie Bisping radelt
über die Malediven, um dem Alltag der Einheimischen auf den Atollen
näher zu kommen. Sie genießt die neuen Möglichkeiten der Begegnung, die
politische und straßenbauliche Fortschritte seit der Demokratisierung
2008 eröffnet haben, und bedauert gleichzeitig die Erschließung der
letzten einsamen Tropeninseln mit Dämmen, die sich in weiße Strände
bohren. Attraktiv sind die “
Malediven für Nichtschwimmer” dennoch, egal ob man im luxuriösen Shangri-La Villingili wohnt oder ein Pauschalangebot zum Beispiel bei EWTC gebucht hat.


Auch im Wegweiser geht es diesmal ums Radfahren. Genauer gesagt um organisierte Rundfahrten in China buchbar bei Mallorca Aktiv.
Die Tour “Peking und Hinterland” vom 7. bis 21.Oktober kostet 3250€.
Außerdem ein Tipp für alle surfenden Yogis oder an Yoga interessierte
Surfer: vom 11. bis 18.Juni kommt beides zusammen im spanischen
Loredo. Die Woche kostet 699 €.


Eine kurzweilige Abhandlung über
Schiffsnamen, Schiffstaufen und die je nach Kultur und Epoche
unterschiedlichen Gepflogenheiten in diesem Zusammenhang hält Peter Franke.
Und jedem, der eine Jacht, einen Öltanker oder ein Schlauchboot zu
taufen gedenkt, ob dieses Ereignisses aber sprachlos ist, empfiehlt er
diese
Seite.


Zum Schluss erforscht Brigitte Scherer die aberwitzige Welt der “Design-Hotels”, in der Kuriosität über Funktionalität triumphiert hat. Da “guckt man im art'otel in Köln
in den Spiegel und ist gelb im Gesicht. Man könnte auch blau oder pink
sein.” Auffallen um jeden Preis ist die Devise. Besteck das nicht zum
Essen taugt, Türen ohne Griffe, Bäder, die “sich unauffällig in jede
Pathologie einfügen”. Die Autorin meint: “So kann man stundenlang
erzählen von den Abenteuern im Designhotel” und das tut sie dann auch
noch eine Weile, mit einer heiteren Gelassenheit, die aus der Erfahrung
kommt, dass jeder Trend mal zu Ende geht.


Den gesamten Reiseteil finden Sie unter Reisebasar.de: Blick in den Reiseteil: Buntschillernde Metropolen & Reisen im Zeitalter des Internets (14.04.2011)

Blick in den Reiseteil: Von Sehnsucht, Profit und Ägypten im Jahr 1911

Montag, 21. März 2011

Die Überschrift im heutigen Reiseteil der Zeit könnte lauten: Eine Straßenbahn namens Sehnsucht


A streetcar named desire. Nein, das kennen die wenigsten und es hört sich auch nicht so vertraut an. Richtig heißt es: Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams. Bernadette Conrad reist nach New Orleans, auf den Spuren des berühmten Autors im ebenso berühmten French Quarter. Sein Geburtstag jährt sich zum hundertsten Mal und die Stadt "feiert ihn mit Schreiwettbewerben". Die Strassenbahn namens Sehnsucht (A streetcar named desire) gab es wirklich.

"Wie wirbt man für ein Land im Umbruch?" fragt sich Karin Finkenzeller. Und dazu noch ein Land, daß seine gesamte Regierungsstruktur auf den Kopf stellen möchte. Die Autorin hat sich auf der vergangenen ITB umgesehen und einiges festgestellt: Während Libyen seine Gaddafitreuen Gesandten abzog, warb Tunesien und Ägypten als Land der friedlichen Revolution. "The place to be - now". Aber Badeurlaubsziele sind bekanntlich austauschbar... vor allem die in Nordafrika. (Pauschal nach Tunesien und Ägypten)


"Nepal de luxe" findet Rüdiger Dilloo seine geführte Gruppenreise ins Land der hohen Berge. Das war aber nicht immer so... Dilloo war schon als Rucksackreisender in Nepal unterwegs.... Trekking im Annapurna, Abenteuer am Everest und alles mit einem 80-Liter Rucksack. Jetzt geht es eher gediegen zu: 30 Liter Rollköfferchen, Kultur, Tempelbesuche, Begegnung mit Einheimischen und Wärmflaschen im Bett. Nepal versucht den Reisenden schon im Tal abzuholen. Kulturreisen nach Nepal bei www.dav-summit-club.de und Meier's Weltreisen, Tischler Reisen

Dänisches Interieur und die Unterschrift des bekannten spanischen Architekten-Duos Mansilla & Tunón... Marten Worthmann stellt uns das fünf-Sterne Hotel Atrio in Cáceres vor.
Das Haus liegt im Westen Spaniens und "zelebriert die Kunst an den Wänden und in der Küche" schreibt der Autor. Werke und Gemälde von Antonio Saura, Helena Almeida, Georg Baselitz oder Sean Scully zieren die Lobby, die Bar und das ausgezeichnete Restaurant. Und wo bitte führt das alles hin? Speisen kann man im Sommer "im kleinen Innenhof des Hotels neben Zypressen, Orangenbäumen und Jasmin, oder man steigt auf der Dachterrasse in zwei kleine Pools". Chefkoch Tono Pérez' hat zwei Michelin Sterne und kombiniert gerne mal das
Iberico-Schwein mit Meeresfrüchten. Na also..! DZ ab 240 Euro, Menüs ab 89 Euro.... lesen sie hier weiter


Den gesamten Reiseteil finden Sie unter Reisebasar.de: Blick in den Reiseteil: Von Sehnsucht, Profit und Ägypten im Jahr 1911 (21.03.2011)



Blick in den Reiseteil: Das Reisen ändert sich (FAS|06.03.2011)

Samstag, 12. März 2011
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung | 06.03.2011


Die Überschrift im heutigen Reiseteil der FAS könnte lauten: Das Reisen ändert sich


"Der Strand der Dinge" nennen Karin Finkenzeller und Andreas Lesti ihren Artikel zum Tourismus in Zeiten der Unruhe. Die Revolution in Ägypten und Tunesien ist vorbei, die Scherben
zusammengefegt und die Reisewarnungen gelockert. Jetzt fliegen die Pauschaltouristen wieder in Richtung Hurghada (Ägypten) und Djerba (Tunesien) und lassen sich sonnen. Dieser Artikel ist keine reine Feststellung der Situation vor Ort, sondern eher der Versuch die "Moral der Gschicht" zu erfassen. Das gelingt den beiden Autoren aber leider nicht. Der Grund: Als Strandurlauber ist es moralisch unbedenklich einen Urlaubsort nach einer Revolution zu besuchen. Diese Resort könnte doch überall sein... so lange Sonne, Strand und Preis stimmen. (Pauschalangebote nach Ägypten und Tunesien)


In der "E-mail von Scherer" schreibt nämlich die gleichnamige Autorin von Pauschaltouristen und deren Urlaubs-Ansprüche in heutigen Zeiten und über deren Veränderung. Heute unterscheiden sich die Angebote nur noch durch den Preis... Ziele, Hotels und Angebote unterscheiden sich bei den großen Reisevranstaltern kaum. Und in Zeiten von iPad und iPhone stellen sich viele die Frage nach Sinn von Reiseveranstaltern und Reisebüros. Das Pauschale schwindet und "hinter der glänzenden Kulisse guter Nachrichten spielt sich ein Umbruch ab" meint Brigitte
Scherer
. Und Sie hat recht. Zu beobachten sei eine Individualisierung der Reiseansprüche... mehr hin zum Speziellen und weniger zum Massenhaften. Der Umbruch hat schon begonnen. (Reiseveranstalter)

Und noch ein Thema zum Nachdenken: Welche Fluggesellschaft fliegt am umweltfreundlichsten? Diese Frage wurde schon oftmals gestellt, nur
hatte leider keine eine Antwort. Es ist meistens bei der Aufforderung einen Klimabeitrag zu leisten, geblieben. Nun kommt Bewegung in die Branche und man erfährt zum ersten mal wie effizient unsere
Urlaubsmaschinen fliegen, denn eine Rangliste vergleicht jetzt die Klimaeffizienz. Und das ist sehr interessant, "es bleibt allerdings fraglich, welchen praktischen Nutzen der Atmosfair Airline Index (AAI) für Verbraucher hat" meint Andreas Spaeth.

Anne-Dore Krohn hat davon genug und sucht das Weite. Auch bei ihr könnte sich die Frage stellen, ob es unbedenklich sei, in ein ehemaliges "Finanzkrisengebiet" zu reisen. Sie fliegt nach Island
und meint 2011 geht es auf der Insel um die Literatur - Eine Winterreise. Info Museen: www.eldfjallasafn.is (Vulkanmuseum) | Literatur "Liebe Isländer" Roman von Huldar Breiðfjörð (2011, Aufbau Verlag)

Blick in den Reiseteil: In acht Artikeln von Tirol nach San Francisco (SZ|03.03.2011)

Samstag, 12. März 2011



Die Überschrift im heutigen Reiseteil der Süddeutschen Zeitung könnte lauten: In acht Artikeln von Tirol nach San Francisco


"Mach dir ein Bild". Mit dieser Überschrift startet die SZ ihren Reiseteil. Es geht um ein Fotoprojekt in Tirol, das sich an einer "neuen Sicht der Dinge" versucht, schreibt Hans Gasser. In Zeiten zunehmender visueller Reizung ist dies ein Versuch der Tirol Werbung die gängigen Tirol-Klischees zu hinterfragen. "Sieben erfahrene Fotografen wurden hierzu im vergangenen Sommer hinaus ins Land geschickt"... und auf die Berge. Die Ausstellung ist noch bis 19. März in Innsbruck zu bewundern www.sight-seeing.tirol.at



Deutschland als Urlubsland?. Ja, das ist gar nicht so abwägig meint Jochen Temsch. "Deutschland ist als Urlaubsland bei ausländischen Touristen beliebt wie nie zuvor" meint der Autor und zeigt die
Verteilung einheimischer und auländischer Touristen auf. Niederländer
bilden die größte Gruppe mit über 10 Millionen Übernachtungen... Sie
bevorzugen Wandern und Skifahren. Die Deutschen fahren dagegen lieber an die Ostsee. (Pauschal an die Ostsee - bei Eigenanreise)


Richtung Nordsee fährt dagegen Ole Pflüger. Nicht ganz, denn vor der Mündung der Weser in die Nordsee, gibt es noch eine Fähre zwischen Brake und Sandstedt... obwohl es nebenan auch einen Tunnel gibt. Der Autor testet nicht nur die Fähre, sondern auch deren Imbiss
und versteht nun warum die Fähre immer noch überleben kann... denn
"Bärbel Galinkas Würste sind für manche ein Grund, doch die Fähre zu
nehmen".

Dominik Prantl hat sich wieder ein tolles Thema ausgesucht: "Alter Schnaps aus neuen Schläuchen"... nein es handelt sich hier nicht, wie aktuell, um bulgarischen Schnaps, sondern um Fasching in den alpinen Skigebieten. Wer Fasching in den Après-Ski Hochburgen St. Anton, Ischgl oder Sölden feiert sollte mindestens 24 wichtige Begriffe kennen: Vom "Anton aus Tirol" über den "Mooserwirt", den "Kuhstall" bis hin zu der "XL-Sonnenbrille". Der Autor klärt uns auf.


Zu einem ganz behutsamen und stillen Fest reist Jochen Müssig.
Auf Bali in Indonesien feiern die Bewohner am 5. März ihr Neujahrsfest "Nyepi". Hier dreht sich alles um die Götter und zum Neujahrsfest ist alles wie ausgestorben... damit die vertriebenen Dämonen nicht wieder zurückkehren. Der Autor quartiert sich bei einer einheimischen Familie ein und darf an diesem Tag das Haus nicht verlassen... Er beobachtet und hat den Eindruck, "dass der Alltag von den Ritualen geprägt wird"...  auch Touristen bleiben im Hotel. Bali ist im überwiegend muslimischen Indonesien eine
hinduistische geprägte Insel, gemischt mit buddhistischen und
animistischen Einflüssen. (Pauschal nach Bali)


Als Reisebuch wird heute ein Fotoband der besonderen Art vorgestellt. Es handelt sich um "virtuose Nachtaufnahmen der Dampfzüge auf dem
Brocken". "Es sind außergewöhnliche, zum Teil gespentisch fesselnde
Aufnahmen geworden" meint Stefan Fischer. Er stellt uns
den Bildband vor. "Nacht Züge. Dampf-Träume am Brocken" von Olaf Haensch
(2010)


Weiter geht es mit einer interessanten Geschichte zu San Francisco im
amerikanischen Kalifornien. Über diese Stadt glaubt man vieles zu
wissen, aber Martin Amanshauser findet trotz allem noch
Neues... oder besser gesagt Altes, das sich kaum verändert hat. So zum Beispiel Little Italy oder wie der Autor es nennt: "Big Italy".... oder
um die Achtziger, die hier immer noch präsent sind. Es geht um Allen Ginsberg, das einzigartige Beat-Museum, der Kulturkampf für die Golden-Gate Brücke, das Hippie-Viertel "The Haight", um den Kampf für die Cable-Cars und um Fisherman's Wharf.


Abschließend reist Christine Wollowski nach São Luís im
Norden Brasiliens. Die Stadt ist berühmt für seine koloniale
Architektur. Aber nicht nur Spuren der Kolonialzeit findet die Autorin,
sondern Pizzerien, Reggaemusik, wunderbare Bauten und "Faustinas Mädels" die in früheren Zeiten für Matrosen und Hafenarbeiter tanzten... und jetzt für Touristen tanzen. Zimmer in einem renovierten Altbau ab 70
Euro. z.B. www.portasdaamazonia.com.br

--

Blick in den Reiseteil: Neue Zürcher Zeitung (07.01.2011)

Mittwoch, 12. Januar 2011


Die Überschrift in der heutigen  NZZ (Reisen und Freizeit) könnte lauten: Von Höhlen, Palmen, Cafés und Safaris

-

"Link öffnet <br />
in neues Fenster Tausend Schritte für ein Quentchen Abfall" machen alljährlich freiwillige Helfer im schweizer Höllloch. Das größte Höhlensystem der Schweiz sollte vor über 100 Jahren ein touristischer Magnet werden und Besucher in Scharen anlocken. Das hat nicht funktioniert und so nutzten Jahrzehnte lang nur Forscher die Höhle... und hinterließen viel Müll. Die erschlossenen 197 km Gänge und Stollen sind vermutlich nur ein Teil des gesammten Systems. Heute werden u.a.  tagelange Führungen, Trekking und Expeditionen angeboten... Andrea Kucera war vor Ort. Link öffnet in neues Fenster www.trekking.ch


"Blick in den Reiseteil: Neue Zürcher Zeitung (07.01.2011)" vollständig lesen